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Chronik

Dieter Pussert 40 Jahre beim TTV Sigmaringen

Bei der Jahresabschlussfeier am 14.12.2007 konnte der 1. Vorsitzende Ingo Ponti eine erfreuliche Ehrung vornehmen: Dieter Pussert erhielt für seine Jahrzehnte lange Treue einen engemessenen Geschenkkorb und die goldene Ehrennadel des Vereins. Herzlichen Glückwunsch für den bescheidenen und immer zuverlässigen Spieler, der seit nun 40 Jahren aktiv dabei ist und bei den Senioren auf Verbandsebene kräftig mitmischt, wobei er in den letzten Jahren mehrfach auf dem “Treppchen” Ehrenurkunden in Empfang nehmen konnte. Auch international stets vertreten, nimmt er seit über 10 Jahren an allen Europa- und Weltmeisterschaften auf mehreren Kontinenten teil. Möge es so bleiben!

 

Rückschau auf 50 Jahre aktiven Tischtennissport

Stand vom Jahr 2000

Herren

Der Spielbetrieb wurde 1951 mit den beiden Herrenmannschaften Josef Gayer, Mörke Weber, Hans Schwenk, H. Trescher, Max Lutz und Reinhold Popke bzw. mit Friedrich Böttcher, Hermann Ott, Roland Wiedemann, Walter Aigner, Franz Gehring und Karl Sträßle aufgenommen. Eine schnelle Leistungssteigerung war unverkennbar. Die „Erste“ wurde 1959 zwar Tabellenerster in der Bezirksklasse, scheiterte aber an den Aufstiegsspielen zur Landesliga. Mit wechselnden Ergebnissen spielte man bis 1966. Aufgrund von Aufstellungsschwierigkeiten war es dem Verein dann nicht möglich, erneut eine Mannschaft zu melden. Dies hatte zwangsläufig zur Folge, dass ein Jahr danach mit einer neuformierten Mannschaft in der untersten Spielklasse neu begonnen werden musste.

Da der Verein jedoch immer noch eine gute Substanz hatte, konnten einige „Ehemaligen“ reaktiviert werden, wodurch sofort der Aufstieg in die Bezirksklasse und ein Jahr danach auch den in die Bezirksliga erreicht werden konnte.

Der Neuaufbau war somit ein großer Erfolg, der 1973 sogar mit dem Aufstieg in die Landesliga gekrönt wurde. Den „harten Kern“ der 1. Mannschaft bildeten damals über Jahre hinweg die Spieler Klaus Wühler, Karl-Ludwig Weishaupt, Roland Burger und Rudi Fritzinger, ergänzt und verstärkt durch einen hervorragenden TTV-Nachwuchs, wie z.B. Hermann Haege, Horst Zajonc, Peter Stelzl, Markus Reis, Joachim und Thomas Gayer und Martin Wühler. Die Blütezeit des Herrentischtennis wurde noch verstärkt durch den Gewinn der Bezirksmeistermeisterschaften in der Herren-A-Klasse durch Karl-Ludwig Weishaupt (1976), Roland Burger (1977) und 1980 durch Horst Zajonc (noch als Jugendspieler) sowie mit zahlreichen Platzierungen durch die anderen Spieler in weiteren Einzel- und Doppelwettbewerben.

In der Landesliga konnte sich der TTV bis 1977 behaupten, anschließend bis 1983 in der Bezirksliga und dann noch in der Bezirksklasse. Seit 1990 spielt der TTV nun in der Kreisliga A. Der Mannschaftskern wird seither von einem Seniorenteam gebildet (Rudi Fritzinger, Wolfgang Hofmann, Werner Boos und Dieter Pussert), ergänzt durch die jetzigen Spieler Uwe Schmorl und Thomas Piefke. Diese Spieler werden bestrebt sein, die notwendige Verjüngung der Mannschaft zu betreiben. Das Vorhaben erscheint nicht aussichtslos.

Damen

Auch die Damen spielten ab 1951 mit zwei Mannschaften in der Bezirksklasse, und zwar mit Trudel Schatz (jetzt: Hilzinger), Renate Fröhle (Tittel), Hildegard Flaschka (Nassal) und Hannelore Geiger (Hofmann) bzw. Edelgard Wild (Helber), E. Hofmann, Anni Lautensack (Binder) und Rita Speh.

Die 1. Damenmannschaft erreichte durchgehend den Aufstieg bis zur Oberliga, konnte diese Position jedoch nicht halten und musste sich ab 1956 wieder mit der Bezirksklasse begnügen. 1961 gelang dann abermals der Aufstieg in die Landesliga und zwei Jahre später sogar den in die Verbandsliga. Dadurch wurde der TTV Sigmaringen nicht nur auf Bezirks- sondern auch auf Landesebene ein Begriff, vor allem durch die spielstarken Tischtennisdamen Trudel Hilzinger, Roswitha Sträßle, Hannelore Hofmann, Hildegard Brandt, Marita „Schnurzi“ Wühler, Monika Samland und Ingrid Vetter. Der oftmalige Gewinn des Bezirkpokals wurde schon als selbstverständlich eingestuft.

In den Einzelwettbewerben ragten besonders Trudel Hilzinger (geb. Schatz) und Roswitha Sträßle hervor, die bei Turnieren auf Bezirksebene die Siegertitel in den Einzelwettbewerben, und zusammen mit den anderen TTV´lern die Doppel- und Mixedwettbewerben, unter sich ausmachten. Nicht zu vergessen sind die herausragenden Erfolge durch Trudel Hilzinger, die Erste bei dem württembergischen Seniorenmeisterschaften sowohl im Einzel als auch im Doppel wurde und sogar die „Süddeutsche“ in der Einzelkonkurrenz gewann.

Im Sog der Damenmannschaften entwickelten sich dann über lange Jahre hinweg überdurchschnittlich gute Mädchenmannschaften, die gemeinsam mit der Damenabteilung den Verein nicht nur sportlich sondern auch optisch sehr gut repräsentierten.

Dieses hohe Niveau konnte leider nicht gehalten werden. Es führte sogar dazu, dass 1974 keine Damenmannschaft mehr gemeldet werden konnte. Eine erfolgreiche Ära hatte ihr Ende gefunden. Fast 20 Jahre waren die Sigmaringer Damen dominierend, nicht nur auf Bezirksebene. Der Wandel war aber verständlich. Die besten Spielerinnen schieden altershalber, wegen Eheschließung und Familienpflichten oder auch durch Wegzug aus. Diese Lücken waren auf Dauer durch den Nachwuchs nicht zu füllen, was dann dazu führte, dass sich auch die restlichen TTV-Damen vom aktiven Tischtennissport verabschiedeten.

1976 startete der TTV dann erneut, diesmal mit einer jungen Damenmannschaft, die aufgrund ihrer Spielstärke aus der Mädchenverbandsliga sofort auch bei den Damen den Aufstieg bis zur Damenbezirksliga schafften. Ab 1980 kam dann erneut eine Spielpause bis 1985 und seit 1988 konnte bisher keine Damenmannschaft mehr gemeldet werden – leider.

Jugend und Schüler

Von Anfang an war dem TTV bewusst, dass der Verein sich auf Dauer nur dann behaupten kann, wenn er sich besonders um die Nachwuchsarbeit kümmert. Die mühevolle Kleinarbeit von null an hat sich dann auch positiv ausgewirkt, denn nach einigen Jahren war die TTV-Jugend Spitze. Bei den Bezirksmeisterschaften wie auch bei den oberschwäbischen Turnieren belegten sie stets vordere Plätze. Dies aber nicht genug. Auch auf Verbandsebene spielte der Sigmaringer Nachwuchs eine wesentliche Rolle.

Die Mädchen des TTV Sigmaringen wurden erstmals 1959 württembergischer Mannschaftsmeister mit den jungen Damen Roswitha Sträßle, Marita Riester, Hortensia Mahlke, Brigitte Krieger, Edelinde Rupprecht, Irmgard Beck und Roswitha Sasse. Durch eine erfolgreiche Titelverteidigung ein Jahr danach stellten sie ihre dominierende Rolle beim württembergischen Damennachwuchs unter Beweis. Aber auch in den anderen Disziplinen waren die jungen TTV-Damen sehr erfolgreich. Vorderste Plätze in den Einzel- und Doppelwettbewerben bei Bezirksmeisterschaften waren keine Überraschungen. Sogar bei den „Württembergischen“ 1960 erreichte Roswitha Sträßle sowohl im Mädcheneinzel als ich im Doppel zusammen mit Edelinde Rupprecht das Endspiel.

Fast ebenso erfolgreich wie die Mädchen war seinerzeit die Jungenmannschaft mit Ottfried Rapp, Peter „Sancho“ Behrend und Klaus Wühler, die den Bezirkspokal gewannen und Dritter beim württembergischen Verbandspokal wurden.

Diese erfolgreiche Zeit war jedoch vergänglich. Fast der gesamte Nachwuchs verließ aufgrund seines Alters die Jugendklasse. Nur wenige davon blieben dem TTV erhalten. Dies reichte aber nicht aus, das bisherigen Niveau zu halten. Der Leistungsverlust konnte nicht ausgeglichen werde, so dass der Aderlass an sehr guten Nachwuchsspieler(innen) den TTV Sigmaringen um die Früchte seiner Jugendarbeit brachte. Dadurch war es dem Verein fast ein Jahrzehnt nicht vergönnt, die Früchte seiner Jugendarbeit zugunsten der Damen- und Herrenmannschaften zu ernten.

Dies führte dann zwangläufig dazu, dass mit der Nachwuchsarbeit von neuem begonnen werden musste. Verstärkte Anstrengungen – vor allem durch den seither verdienten Jugendleiter Hubert Münchow – führten schließlich dazu, dass das Tief der sechziger Jahre überwunden werden konnte. Der TTV-Nachwuchs machte sich erneut auf, die ehemalige Erfolgshöhe zu erklimmen und die vormalige Leistungsstärke wieder zu erreichen.

Dies schafften zuerst die Mädchen. Mit den Nachwuchsspielerinnen wie Anita Bulach, Sabine Münchow, Gabi Binder, Karin Jakob, Andrea Hermann, Martina Hoffmann, Claudia Fritzinger, Ute Notter und den Geschwistern Claudia und Martina Böhme hatte Sigmaringen zwei sehr starke Mädchenmannschaften. Die „Erste“ spielte ab 1974 erneut in der höchsten württembergischen Klasse, die 2. Mannschaft in der Bezirksliga. Das Leistungshoch der Mädchen in der Verbandsliga (wiederholt unter den ersten vier Mannschaften in Württemberg) konnte schließlich sieben Jahre gehalten werden.

Die Buben ließen sich in ihrem Ehrgeiz nicht lumpen, eiferten den Mädchen nach und erreichten von 1978 bis 1980 ebenfalls die Verbandsliga. Dadurch war der TTV Sigmaringen neben Neckarsulm einer der beiden Vereine im württembergischen Verbandsgebiet, der sowohl mit einer Jungen- wie auch Mädchenmannschaft gleichzeitig in der höchsten Liga vertreten war. An diesem Erfolg waren die Nachwuchsspieler Peter Münchow, Peter Stenzel, Horst Zajonc, Hermann Haege, Markus Reis, die Gebrüder Gayer und Popke beteiligt. Die Schülermannschaft orientierte sich ebenfalls nach oben und wurde 1980 Bezirksmeister (Markus Reis, Matthias Gayer, Jörg Fritzinger, Peter Schön, Horst Tittel und Markus Bossenmeier). Aber auch außerhalb der Mannschaftswettbewerben war der TTV Nachwuchs erfolgreich – und dies nicht nur auf Bezirksebene, wo Meistertitel im Einzel und Doppel gesammelt werden konnten. So spielten sich Horst Zajonc (1974) und Joachim Gayer (1977) unter die ersten Zehn der Verbandsrangliste. Diesen großartigen Erfolg konnten auch die Schülerinnen Martina Böhme und Claudia Fritzinger erreichen, die sich ebenfalls in der württenbergische „top-ten“ platzierten.

Aber auch dieses Leistungshoch fand wieder sein Ende. Abgänge junger Spielerinnen und Spieler durch auswärtige Ausbildung, Wehrdienst und außersportliche Interessen konnten nicht egalisiert werden, so dass der Abstieg aus den oberen Spielklassen sowohl bei den Mädchen wie auch bei den Buben zwangsläufig war. Erneut war ein Neuanfang „von unten“ notwendig. Beharrliche Bemühungen zeigten dann auch erfreuliche Ergebnisse: Die Jungen wurden 1993 Erster in der Bezirksklasse und stiegen in die Bezirksliga auf, in der sie auch zur Zeit erfolgreich durch Thomas Hofmann, Andreas Weishaupt, Alexander Münch und Sascha Jäger vertreten sind und der Herrenmannschaft baldige Hoffnung verheißen.

In der Einzelkonkurrenz machte sich bei den Schülern insbesondere das Sigmaringer Tischtennistalent Thomas Hofmann (der bereits in 4. Generation die Tischtennistradition der Fam. Hofmann erfolgreich fortsetzt) einen Namen, der auf Bezirksebene als amtierender Bezirksmeister eine Spitzenstellung einnimmt.

Wenn nun einmal wieder die Leistungskurve der Schüler- und Jugendabteilung nach oben zeigt, bleibt erneut zu hoffen, dass die jungen Spieler dem Verein erhalten bleiben, damit endlich der angestrebte Generationenwechsel hinsichtlich der Herrenmannschaften eintreten kann.

Trainings- und Spielbetrieb wieder in der Bilharzturnhalle!

Aufgrund von Umbauarbeiten in der von uns genutzten Turnhalle in der Bilharzschule mussten wir dort den Trainingsbetrieb einstellen. Dank des Entgegenkommens der Leitung der Liebfrauenschule konnten wir für die gewohnten Übungsstunden nach dort ausweichen. Dafür ein herzliches Dankeschön an die Schulleitung der Liebfrauenschule.

Die Renovierungsarbeiten in der Turnhalle der Bilharzschule werden nun abgeschlossen, so dass wir dort den Trainings- und Spielbetrieb wieder ab kommenden Montag, dem 15. Oktober 2007, aufnehmen können. .